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Exkursionen

Am 05.04.19 führte die Astronomie AG gemeinsam mit der Klasse 10a unter der Leitung von Frau Frick und Herrn Gräser einen Ausflug in das Haus der Astronomie  in Heidelberg. Nach unserer Ankunft mit dem Bus wurden wir dort schon von Herrn Martin Wetz, der uns sehr kompetent durch das Haus geführt hat, empfangen. Nach einer kleinen Einführungsrunde, in welcher wir unter anderem über die Planeten, Sonnen und verschiedene Strahlungen geredet haben, durften wir ihm in einen Seminarraum folgen.

„Jetzt habe ich nochmal eine völlig andere Sicht auf Goethe erhalten!“, sagt Leonita Berisha und steht vor dem Goethehaus in Weimar. Besonders die Vielseitigkeit des berühmtesten deutschen Dichters und die Aktualitätsbezüge beeindrucken die Elftklässlerin. Aber nicht nur Leonita ist von dem Wohnhaus und Nationalmuseum des Universalgenies sehr fasziniert, auch ihre 31 Mitschülerinnen und Mitschüler der beiden Deutsch-Leistungskurse von Frau Fritsche und Herrn Wippert ziehen eine sehr positive Bilanz der Fahrt in die thüringische Kulturstadt. 

„Der hat 60 Minuten durchgeredet!“, staunt Julien Mußlick und bewundert Stephan Wriecz, der sich lässig auf einem Barhocker räkelt und hin und wieder mit Hilfe von reichlich Mineralwasser seine Stimme wiederherstellt. Der Schauspieler wirkt nun gelöst, steht den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern in einem Publikumsgespräch Rede und Antwort und offenbart dabei allerlei Überraschendes.

Aber nicht nur das Theater-AG-Mitglied Julien Mußlick war begeistert von der Aufführung von „Jugend ohne Gott“, sondern auch seine 41 Mitschülerinnen und Mitschüler aus den Klassen 10c und 10y des Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasium Germersheim. Der berühmte Anti-Nationalsozialismus-Roman von Ödön von Horváth aus dem Jahr 1937 erhielt beim Gastspiel des Herxheimer Chawwerusch-Theater im Kulturzentrum „Das Haus“ in Ludwigshafen durch eine Live-Hörspiel-Performance ein völlig neues Gewand. Stephan Wriecz sprach, schrie und spielte hierbei zu den Musikklängen von Peter Hinz. In den kurzweiligen 60 Minuten vermochten es die beiden Akteure die künftigen Oberstufenschüler zu fesseln und ein neues Licht auf das zuvor im Deutschunterricht bei Frau Ruppert und Herrn Wippert behandelte Werk zu werfen.

Das Zwei-Mann-Stück, welches am 29. Mai 2019 vom Bezirksverband Pfalz im Rahmen einer Veranstaltungsreihe anlässlich des 90. Geburtstags von Anne Frank unterstützt wurde, überzeugte – ebenso wie die 2016 am GGG aufgeführte Chawwerusch-Inszenierung „Braun werden“ – mit einer klaren Haltung gegenüber der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte sowie mit einer Aktualisierung, welche Sieg-Heil-Rufe mit jenen mixte, die in Deutschland eine „Lügenpresse“ und ein „Mahnmal der Schande“ vermuten.

In einem sich anschließenden Gespräch beantwortete Stephan Wriecz Fragen zur Entstehung der Adaption, zur intensiven Vorbereitung der Schauspieler und zur Wirkungsgeschichte. Erstaunlich war hierbei vor allem, wie modern Horváths Ideen noch heute sind und wie schnell versierte Darsteller lange Texte auswendig lernen können.

 

Dirk Wippert

 

Am 16.04.2019 war es endlich soweit: Der Mathe-Leistungskurs 1 der MSS 12 von Frau Müller durfte nach Kaiserslautern zum 2-tägigen Modellierungsseminar der Technischen Universität Kaiserslautern. Die Einrichtung KOMMS (Kompetenzzentrum für mathematische Modellierung in MINT-Projekten in Schulen) brachte uns dabei das Konzept der mathematischen Modellierung nahe, welches verschiedene Probleme einer Anwendung mathematisch analysiert, darstellt und mögliche Lösungen des Problems vorstellt.

„Wofür gibt es den dritten Fahnenmast?“, fragt Jonathan Lösch. Der Zehntklässler steht im ersten Stockwerk des Bundesverfassungsgerichts, schaut nach draußen auf den beeindruckenden Vorplatz mit Blick in Richtung Karlsruher Schloss und erhält sogleich eine profunde Antwort: Dr. jur. Claudius Weisensee, der die Klasse 10y äußerst kompetent durch das höchste deutsche Gericht führt, erklärt, dass es neben den aufgezogenen Bannern der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union eine dritte – und an diesem Tag leere – Stange für Flaggen aus anderen Ländern gebe, die gehisst würden, wenn ausländische Staatsgäste geladen seien.

Diese und viele weitere Fragen stellten die Schülerinnen und Schüler unserer Begysklasse am 9. April 2019 in der obersten Institution der deutschen Judikative an den Vertreter des Besucherdiensts. Jonas Huber thematisierte hierbei die Gesetzesinitiativen der AfD, die Wahl der Verfassungsrichter zu verändern sowie jede Verfassungsklage, die aufgrund von Aussichtslosigkeit nicht behandelt wird, begründen zu müssen. Paul Wagner wollte die Sicherheit des Gebäudes erörtert wissen, während Emily Berge mit ihrem Wissen zu den Aufgaben des ersten und zweiten Senats glänzte. Ralib Alyase stellte knifflige Nachfragen zu den gemeinsamen Plenarsitzungen der beiden Senate. Stellung und Aufgaben von Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle wurden von Andreas Cherbukhovskiy angesprochen. Lilly Mahler wusste mit ihren Kenntnissen zum Grundgesetz zu überzeugen.

Zudem wurden den Schülerinnen und Schülern anschauliche Beispiele zur Berufspraxis von Richtern, Anwälten und Polizisten nähergebracht. Die Beschaffenheit der roten Roben und die Befangenheit von Bundesverfassungsrichtern wurden ebenso diskutiert wie das Verhältnis des Bundesverfassungsgerichts zur Europäischen Union respektive zum Gerichtshof der EU.

Neben dem aus den Medien bekannten und sehr eindrücklichen Sitzungssaal mit seinen acht Richterstühlen und der Deutschlandflagge wurde den Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern interessante Einblicke in die Gebäudearchitektur, die Bibliothek, den Plenarsaal und die Empfangshalle gewährt.

Nach dem etwa hundertminütigen Besuch im Bundesverfassungsgericht konnte die Klasse 10y auf eine sehr abwechslungs- und erkenntnisreiche Veranstaltung zurückblicken, die die Inhalte des Sozialkundeunterrichts aufgreifen und nochmals vertiefen konnte.

 

Dirk Wippert

 

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