„Verlieren nicht Reinigungskräfte ihre Jobs, wenn Schüler ihre Schule selber putzen?“, fragte ein Schüler der 10b bei der Streitfrage „Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selber putzen?“. Schon bei diesem Viertelfinale zeigte sich das hohe Niveau unseres Schulwetttbewerbes Jugend debattiert 2026 am GGG.
Am 5.2.26 trafen sich die Mitglieder des Debattierclubs unter Leitung von Herrn Wessels, um die jeweils zwei besten Debattantinnen und Debattanten unserer Schule zu finden, die uns beim Regionalwettbewerb Anfang März am Europagymnasium in Wörth vertreten werden. Spannung lag in der Luft, als die Glocke zur Einläutung der ersten Eröffnungsrede zum ersten Mal ertönte.
Mitglieder des Debattierclubs mit AG-Leiter Herrn Wessels und Juror Herrn Breckheimer
Auch dieses Jahr erwarteten das Teilnehmerfeld wieder interessante Debattenfragen. Diese lauteten:
Mittelstufe:
- Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selber putzen?
- Soll das Wahlalter zur Bundestagswahl auf sieben Jahre gesenkt werden?
- Soll für das Fahren von E-Scootern eine Führerscheinpflicht eingeführt werden?
Oberstufe:
- Soll Kupfergeld als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland abgeschafft werden?
- Soll es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben?
Nach teilweise hart umkämpften Debatten, die immer aber den Mehrwert für alle Debattantinnen und Debattanten sowie Zuhörer im Blick hatten, kristallisierten sich die Finalistinnen und Finalisten heraus.
Finale der Sekundarstufe I
„Wenn ihr euch eine App vorstellt zur Kontrolle des Führerscheins, wie wollt ihr den Datenschutz gewährleisten?“, kritisierte Anastasia Nikulin (10 c) die Maßnahme pro-Seite in Besetzung von Darin Noureddine (9 a) und Mila Benz (8 a) scharf. Und ihr Mitdebattant Rakan Alfitian (10 b) ergänzte treffend: „Und was ist mit der Kontrollierbarkeit bei unserem Mangel an Polizisten?“. Zwar konnte die pro-Seite einige gute Argumente wie die Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsbeteiligten landen, jedoch überzeugten am Ende sowohl die Jury als auch die Zuhörer mehr die Darstellungen und Fragestellungen der contra-Seite. Deshalb wurde von der Jury Mila auf den Platz vier, Darin auf den Platz drei, Rakan auf den Platz zwei und Anastasia auf den Platz eins gesetzt.
Finalisten der Sekundarstufe II
Die Altersstufe II widmete sich der Frage nach einem alljährlichen Schüleraustausch zwischen neuen und alten Bundesländern. Diese Debatte bestach besonders durch ihr hervorragend eingebundenes Sachwissen. Es wurden Daten der Förderung EU-weiter Austauschprogramme oder konkrete Sozialumfragen bezüglich der gegenseitigen Einschätzung der Bundesländer angeführt, dies meist verknüpft mit einem dazugehörigen Argument und einem passenden Beispiel. Nach einer zwar fairen, aber doch auch gespickt mit schwierigen Auseinandersetzungen über Vorurteile, ging die Debatte ihren Weg. Schließlich konnte eine Platzierung gefunden werden. Vivien Borgens (MSS 12) erhielt den vierten Platz, Yasmin Chighanou (MSS 12) den dritten Platz, Greta Hahn (MSS 11) den zweiten Platz und Kenny Bertleff (MSS 13) den ersten Platz.
Finalisten des GGG
Wir gratulieren herzlich unseren Erst- und Zweitplatzierten zum Einzug in den Regionalwettbewerb! Zu bedanken gilt es sich bei den vielen Helfern, besonders bei den Juroren, Frau Hartmann und Herrn Breckheimer, den Schülerjuroren Yassin Popalzai und Finjas Schwarz sowie dem Alumnus von Jugend debattiert Lars Gutzler.
Viele Stimme versicherten nach diesem Debattentag das sie mehr Verständnis über unterschiedliche Positionen durch diesen Tag erhalten haben. Also:
Denn Debatte lohnt sich!
Matthias Wessels
(Schulkoordinator und Lehrertrainer Jugend debattiert)
