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„Die Seele muss aufs Papier kommen.“ Schreibworkshop mit Annegret Held bietet einmalige Schreiberfahrungen

 

Im letzten Schuljahr hat das Literaturbüro in Mainz unter der finanziellen Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz Schreibworkshops mit Autoren unterschiedlicher Themenschwerpunkte ausgeschrieben. Elf Schülerinnen und Schüler der 10y haben sich im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau Ruppert direkt für dieses Angebot interessiert. Auf die Bewerbung folgte kurz vor den Sommerferien die Zusage aus Mainz.

So kam am 04. und 05.09.2019 die deutschlandweit bekannte Autorin Annegret Held ans GGG, um mit der kleinen Gruppe einen Schreibworkshop zum Thema „Wie kommt der Soul in die Sprache?“ durchzuführen. Sehr gespannt waren die Schülerinnen und Schüler auf die Autorin, die von Anfang an aufgeschlossen und interessiert aufgetreten ist und so eine angenehme Atmosphäre geschaffen hat. Dabei hat sie zunächst nicht nur ihre beruflichen Erfolge (zehn veröffentlichte Romane- teilweise sogar verfilmt, Auszeichnungen - unter anderem den Koblenzer-Literaturpreis) beleuchtet, sondern auch viel über sich als Mensch und ihren Alltag berichtet. Dies schaffte eine Nähe, die die Schülerinnen und Schüler im Laufe der beiden Tage inspiriert hat, sehr persönliche und emotional berührende Texte zu schreiben.

Vor dem eigentlichen Schreibprozess führte die Autorin mit den Schülerinnen und Schülern allerlei Übungen aus dem Bereich des kreativen Schreibens durch. Dabei sollten Sie intensiv auf Geräusche, Gerüche und Seheindrücke achten. In einer Art Gedankenstrom wurden im Anschluss alle spontanen Eingebungen notiert. Auch sollten sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Emotion konzentrieren und dazu einen Text verfassen. All dies schärfte das Bewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für bildhaftes Schreiben, genaue Ausführungen und emotionale Untermauerungen. Im Anschluss dufte jeder seine eigenen Geschichten produzieren. Dabei war die Themenwahl oder das Genre ganz den Schreibenden überlassen. Begleitet wurde der Entstehungsprozess durch Tipps der Autorin, die alle Texte mehrfach gelesen und überarbeitet hat.

Innerhalb der beiden Intensivtagen lernten die Schülerinnen und Schüler zudem, wo sie am besten Schreiben, was sie dafür brauchen und wie sie Ruhe zu sich selbst finden, um kreativ zu sein. So könnte man manche im Freien unter einem Baum antreffen, andere mit Musik in den Ohren im Klassensaal und andere ganz still für sich in einer Ecke.

Als Frau Ruppert einer schreibenden Gruppe begegnete, sagte diese zu ihr: „Hier herrscht eine magische Atmosphäre. Wir haben einfach mal richtig Zeit für uns und das, was wir immer schon einmal sagen wollten.“

Die Produkte spiegelten genau dies wider. So war die sechste Stunde am 05.09. in der viele der entstandenen Geschichten vorgelesen wurden für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes. Entstanden sind sowohl Songtexte, Kurzgeschichten als auch erste Kapitel aus einem geplanten Roman. Doch so unterschiedlich die Themen und Genre auch waren, eines hatten sie alle gemeinsam: Sie waren höchst persönlich, emotional und hatten viel Seele. Frau Ruppert, die die Klasse seit drei Jahren unterrichtet, konnte bei den Präsentationen eine deutliche Steigerung der Schreibkompetenz feststellen: die Sprache war bildlicher, die Wortwahl genauer, die Emotion deutlich spürbar. Doch das war nicht das Entscheidende: Jeder Text zeigte viel vom Charakter des Schreibenden und was ihn tief im Inneren beschäftigt.

Das anschließende Feedback an Annegret Held war durchweg positiv. „Ich hätte vor zwei Tagen nicht gedacht, dass ich mich hinsetzen und so etwas Tolles und Eigenes schaffen kann“, meldete ein Schüler zurück. „Ich finde es so bereichernd, dass ich einfach mal nur Zeit hatte, um zu schreiben und auf mich selbst zu hören“, bemerkt eine Schülerin. Auch die Autorin ist sichtlich begeistert von den beiden Tagen und dem Engagement der Gruppe.

Die entstandenen Texte werden in den nächsten Wochen noch in Zusammenarbeit mit der Autorin überarbeitet und im Anschluss auf der Seite des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in einem online Reader („Little Artur“) zu lesen sein.

 

 

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