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„Sind alle bereit?“, fragt Titus Gschwind über den Lautsprecher des Wrede-Stadions Germersheim. Der Schülersprecher aus der elften Jahrgangsstufe ist gespannt. Gleich steht der „Staffellauf“ zwischen den Schülerinnen und Schülern auf der einen Seite und den Lehrkräften auf der anderen Seite an. Alle signalisieren, dass es losgehen kann und Titus Gschwind gibt den Startschuss zu einem großen Highlight am Tag der Bundesjugendspiele 2022.

„'Ich habe jahrelang das deutsche Volk bestohlen!', steht auf dem Schild, das Otto Mohr 1933 auf dem Königsplatz tragen musste“, erzählt Hans-Jürgen Kremer und schaut in die Richtung der zahlreich erschienenen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Bürgerinnen und Bürger aus Germersheim und Umgebung. Der Historiker berichtet detailgetreu von den Erniedrigungen und Schmähungen, die der 37-jährige Jude in Germersheim ertragen musste.

„Hatten Sie Hoffnung auf ein normales Leben nach dem Gefängnis?“, fragt Bothaina Al-Surabi und blickt nach vorne zum Pult, wo heute nicht ihr Geschichtslehrer steht, sondern Norbert Sachse. Der 69-Jährige lächelt und verkündet: „Ich war nie sehr fügsam im Gefängnis! Ich habe immer rebelliert! Auf jeden Fall hatte ich diese Hoffnung!“ Bothaina und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler können kaum glauben, was ihnen der in der DDR als „Staatsverbrecher“ geltende Rentner aus seinem Leben erzählt.

Matthias Bahr, Professor für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts, inspirierte am 6. April 2022 mit einem Vortrag zur Menschenrechtsbildung viele Lehrerinnen und Lehrer am Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasium Germersheim. In einer 90-minütigen Veranstaltung gab der an der Universität Koblenz-Landau lehrende Hochschullehrer in der Schulbibliothek Anstöße, wie die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Menschenrechte im Unterricht implementiert werden könnten.

Am 18.3.22 veranstalteten die Medienscouts des Goethe-Gymnasiums erstmals einen Pink Shirt Day zum Thema „Lift Each Other Up“.

Die mittlerweile internationale Veranstaltung geht zurück auf einen High School Schüler in Kanada, der 2007 gemobbt wurde, da er mit einem pinkfarbenen Shirt zur Schule kam.

„Was können wir gegen Antisemitismus machen, wenn wir mit ihm direkt konfrontiert werden?“, fragt Gresa Bungu und blickt gespannt nach vorn in Richtung Dieter Burgard und Emilia Taran. Die Zehntklässlerin muss nicht lange auf die Antwort der beiden Gäste warten: Der Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen hebt hervor, dass Begegnungen mit Jüdinnen und Juden sowie der Besuch von Synagogen sehr wichtig seien. Wenn jemand auf dem Schulhof „Jude“ als Schimpfwort gebraucht oder Judenwitze reißt, müsse man eingreifen. 

„Drei Monate“, tippt  Johannes Remm und blickt Ronja Gerlach gespannt an. „Du liegst am nächsten dran!“, strahlt ihn die Theaterpädagogin des Nationaltheaters Mannheim an und löst auf, dass die durchschnittliche Probezeit für ein Theaterstück etwa sechs Wochen beträgt.

Zuvor hatte der Schüler 9a wie einige andere seiner Mitschülerinnen und Mitschüler seine Vermutung geäußert, wie viel Zeit zwischen dem Kennenlernen des Ensembles und der Aufführung des Stücks vergehen könnte.

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